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Langsames Essen beim Abnehmen

🍽️warum es einen Unterschied machen kann 

Manchmal ist der Teller leer, bevor du überhaupt richtig gemerkt hast, dass du gegessen hast. Gerade im Alltag passiert das schnell: zwischen zwei Terminen, neben dem Handy oder abends vor dem Fernseher.Dabei spielt nicht nur eine Rolle, was und wie viel du isst. Auch die Geschwindigkeit, mit der du eine Mahlzeit isst, kann beeinflussen, wie gut du deine Sättigung wahrnimmst.

Sättigung braucht Aufmerksamkeit

Hunger und Sättigung entstehen durch das Zusammenspiel verschiedener Signale aus Magen, Darm und Gehirn. Während und nach einer Mahlzeit verarbeitet dein Körper Informationen darüber, wie viel und was du gegessen hast.

Wer sehr schnell isst, kann leichter über den Punkt hinaus essen, an dem eigentlich bereits eine angenehme Sättigung erreicht wäre – einfach weil die entsprechenden Signale noch nicht bewusst wahrgenommen wurden.

Langsamer zu essen bedeutet deshalb nicht, einer bestimmten Minutenregel folgen zu müssen. Es geht vielmehr darum, dem eigenen Körper überhaupt die Gelegenheit zu geben, Sättigung wahrzunehmen.

Ablenkung macht es zusätzlich schwieriger

Essen und gleichzeitig durch Social Media scrollen, eine Serie schauen oder E-Mails beantworten: Für viele gehört das längst zum Alltag.

Das Problem dabei ist weniger der Bildschirm selbst als die fehlende Aufmerksamkeit für die Mahlzeit.

Geschmack, Konsistenz, Portionsgröße und das zunehmende Sättigungsgefühl werden nebenbei möglicherweise weniger bewusst wahrgenommen. Dadurch kann es schwieriger werden einzuschätzen, wann du eigentlich genug gegessen hast.

Langsamer essen kann die Portionsgröße beeinflussen

Interessant wird das auch beim Abnehmen. Studien bringen eine höhere Essgeschwindigkeit mit einer höheren Energieaufnahme und einem höheren Körpergewicht in Verbindung. Das bedeutet allerdings nicht, dass schnelles Essen automatisch zu Übergewicht führt oder langsames Essen allein für eine Gewichtsabnahme sorgt.

Es zeigt vielmehr: Das eigene Esstempo kann ein Baustein des Essverhaltens sein.

Wer sich beim Essen etwas mehr Zeit nimmt, kann häufig bewusster entscheiden, ob noch Hunger besteht oder ob die Mahlzeit eigentlich schon ausreichend war.

Genuss kann dabei sogar wichtiger werden

Langsamer zu essen klingt zunächst nach einer weiteren Regel. Eigentlich kann genau das Gegenteil daraus werden.

Wenn du dein Essen bewusst schmeckst, statt es möglichst schnell aufzuessen, bekommt Genuss wieder mehr Raum. Wie schmeckt die Mahlzeit? Welche Konsistenz hat sie? Und ist der nächste Bissen gerade wirklich noch genauso lecker wie der erste?

Das Ziel ist nicht, jeden Bissen zu analysieren. Es geht darum, wieder mehr bei der Mahlzeit zu sein.

Du musst nicht plötzlich extrem langsam essen

Es braucht keine Stoppuhr am Esstisch. Schon kleine Veränderungen können dabei helfen, das eigene Tempo wahrzunehmen.

Du kannst beispielsweise das Besteck zwischendurch ablegen, gründlicher kauen oder nach der Hälfte der Mahlzeit kurz darauf achten, wie hungrig du eigentlich noch bist. Auch Mahlzeiten möglichst häufig ohne Smartphone oder andere starke Ablenkungen zu essen, kann einen Unterschied machen.

Das soll keine neue Vorschrift werden. Vielmehr geht es darum herauszufinden, welches Tempo dir ermöglicht, dein eigenes Sättigungsgefühl besser zu spüren.

Beim Abnehmen zählt nicht nur der Teller

Für eine Gewichtsabnahme bleibt die Energiebilanz entscheidend. Gleichzeitig wird unser Essverhalten von weit mehr beeinflusst als nur von Kalorien und Nährstoffen.

Wie hungrig wir in eine Mahlzeit starten, wie sättigend sie zusammengesetzt ist, wie schnell wir essen und wie aufmerksam wir dabei sind – all das kann beeinflussen, wie einfach oder schwierig es uns fällt, passende Mengen zu essen.

Langsamer zu essen ist deshalb kein Abnehmtrick. Es kann aber eine einfache Möglichkeit sein, Hunger, Genuss und Sättigung wieder bewusster wahrzunehmen.

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