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Portionsgröße beim Abnehmen

🍽️ warum „gesund“ nicht automatisch kalorienarm bedeutet

Du ernährst dich gesund, achtest auf hochwertige Lebensmittel und trotzdem bewegt sich auf der Waage kaum etwas?

Das kann durchaus passieren. Denn auch Lebensmittel, die viele wertvolle Nährstoffe liefern, enthalten Energie. Nüsse, Avocado, Olivenöl oder Müsli sind gute Beispiele dafür. Entscheidend ist deshalb nicht nur, was du isst, sondern auch wie viel davon.

Dabei geht es nicht darum, jede Mahlzeit abzuwiegen. Viel wichtiger ist ein Gefühl für passende Portionsgrößen.

Gesund und kalorienarm sind zwei verschiedene Dinge

Ein Lebensmittel kann gleichzeitig nährstoffreich und energiereich sein.

Nüsse liefern beispielsweise ungesättigte Fettsäuren, Protein, Ballaststoffe sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Durch ihren hohen Fettanteil liefern sie allerdings auch vergleichsweise viel Energie.

Ähnlich sieht es bei Avocado, Käse, Ölen, Nussmus oder bestimmten Müslis aus.

Das macht diese Lebensmittel keineswegs „schlecht“. Es bedeutet lediglich, dass auch bei gesunden Lebensmitteln die Menge eine Rolle spielt, wenn du abnehmen möchtest.

Kleine Extras können sich schnell summieren

Oft sind es gar nicht die Hauptmahlzeiten, die unterschätzt werden.

Hier ein paar Nüsse, dort etwas Öl über den Salat, ein Löffel Nussmus zum Frühstück und zwischendurch ein kleiner Snack – jede einzelne Portion erscheint zunächst unbedeutend.

Über den gesamten Tag können diese kleinen Extras jedoch einen merklichen Unterschied bei der Energiezufuhr machen.

Das ist auch ein Grund, warum manchmal das Gefühl entsteht: „Ich esse doch eigentlich gesund – warum nehme ich trotzdem nicht ab?“

Bedeutet das, dass du kleinere Portionen essen musst?

Nicht unbedingt.

Wer einfach nur weniger auf den Teller legt, ist möglicherweise schneller wieder hungrig. Sinnvoller ist es, sich anzuschauen, wie die Mahlzeit zusammengesetzt ist.

Gemüse und Salat bringen beispielsweise viel Volumen auf den Teller. Proteinreiche Lebensmittel und ballaststoffreiche Beilagen können zusätzlich zur Sättigung beitragen.

So kann eine Mahlzeit groß und zufriedenstellend aussehen, ohne dass dafür besonders energiereiche Lebensmittel den größten Anteil ausmachen müssen.

Das Tellerprinzip kann dir Orientierung geben

Du musst nicht jede Mahlzeit auf die Küchenwaage legen, um ein besseres Gefühl für Mengen zu entwickeln.

Eine einfache Orientierung kann das Tellerprinzip sein: Ein großer Teil des Tellers besteht aus Gemüse oder Salat, ergänzt durch eine Proteinquelle und eine passende Portion sättigender Kohlenhydrate beziehungsweise anderer Beilagen.

Fette wie Öl, Nüsse oder Samen dürfen selbstverständlich ebenfalls dazugehören – nur eben bewusst dosiert.

Das ist keine starre Regel, sondern eine praktische Orientierung für den Alltag.

Auch dein Sättigungsgefühl zählt

Neben Portionsgrößen lohnt es sich, wieder stärker auf die eigenen Körpersignale zu achten.

Wenn wir nebenbei essen, sehr schnell essen oder beim Essen ständig abgelenkt sind, kann es schwieriger sein wahrzunehmen, wann wir eigentlich angenehm satt sind.

Langsamer zu essen und zwischendurch bewusst wahrzunehmen, wie sich der Körper anfühlt, kann dabei helfen, das eigene Sättigungsgefühl besser kennenzulernen.

Du musst gesundes Essen nicht perfektionieren

Eine ausgewogene Ernährung bedeutet nicht, dass jede Portion exakt berechnet werden muss.

Und genauso wenig musst du auf Avocado, Nüsse oder andere energiereichere Lebensmittel verzichten, nur weil du abnehmen möchtest.

Entscheidend ist das Gesamtbild: Was isst du, wie viel davon isst du und wie gut sättigen dich deine Mahlzeiten?

Wer diese drei Punkte zusammendenkt, kann langfristig oft viel entspannter mit Portionsgrößen umgehen – ohne ständig Kalorien zählen oder Lebensmittel in „gut“ und „schlecht“ einteilen zu müssen.

Portionsgröße beim Abnehmen

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